Die Jugendfeuerwehr probt den Ernstfall

17. September 2012

Gastbeitrag von Jürgen Hofmann, Abteilung Immobilien, JGU

Nach einer Verpuffung im ehemaligen Werkstattgelände des Max-Planck-Instituts für Chemie auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) kommt es zum Brand. Mehrere Studierende sind verletzt oder vermisst. Durch starken Wind dehnt sich der Brand aus. Weitere Einsatzkräfte werden dringend benötigt. – So die fiktive Ausgangslage einer Großübung der Mainzer Jugendfeuerwehr auf dem Universitätscampus.
 

Zehn Jugendfeuerwehrzüge der Stadt Mainz rückten am vergangenen Samstag mit insgesamt 13 Großfahrzeugen und Mannschaftswagen auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz an. In einem möglichst realistischen Szenarium absolvierten die rund 120 Jugendlichen im Alter von 10 bis 16 Jahren hier gemeinsam mit ihren Betreuern und in enger Zusammenarbeit mit dem Jugend-Rot-Kreuz die diesjährige Großübung der Mainzer Jugendfeuerwehren.

Der Organisator der Übung, Dominik Bouché, hatte im Juni 2012 bei der Abteilung Immobilien der JGU nach einer geeigneten Außenfläche für die alljährliche Großübung im Herbst angefragt – und war nach Besichtigung des Objekts mehr als begeistert vom Vorschlag seitens der JGU: Das ehemalige Werkstattgebäude des Max-Planck-Instituts für Chemie auf dem Campus der JGU, das kurz vor dem Abriss steht und somit keinen Wasserschaden zu fürchten braucht, erwies sich als geradezu prädestiniert für die gemeinschaftliche Jahresübung der Mainzer Jugendfeuerwehren. Von den Anfahrtsmöglichkeiten über ausreichend Stellfäche für die Löschfahrzeuge und Bereitstellungsflächen für das Rote Kreuz bis hin zur Einsatzmöglichkeit von Übungsnebel – das Übungsobjekt auf dem JGU-Campus erfüllte alle Ansprüche und ließ keine Wünsche offen.

Nur wenige Minuten nach der zentralen Alarmierung fanden sich alle Jugendfeuerwehrzüge der Stadt Mainz am fiktiven Brandherd am Anselm-Franz-von-Bentzel-Weg auf dem Campus der JGU ein. Schlauchleitungen wurden verlegt, Hydranten wurden angezapft, das Jugend-Rot-Kreuz-Team leistete lebensrettende Maßnahmen und kümmerte sich um die Erstversorgung der Verletzten. Bald war der fiktive Brandherd gelöscht.

In der Nachbesprechung wurden die jugendlichen Teilnehmer für ihre Routine, ihr bedachtes und kollegiales Handeln sowie die bewiesene Teamfähigkeit während der gesamten Übung gelobt. Nach den abschließenden Aufräumarbeiten vor Ort konnte sich der Feuerwehrnachwuchs noch bei einem kleinen Imbiss stärken – bevor sich die Einsatzfahrzeuge mit ihren Besatzungen am Nachmittag dann wieder auf den Weg in die Einsatzzentralen machten.