Weltweit führend in der privaten Förderung höherer Bildung

5. September 2022

Im Jahr 2019 schloss die Santander Consumer Bank AG einen Kooperationsvertrag mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Über ihren Unternehmensbereich Santander Universitäten Deutschland fördert sie Internationalität, unterstützt sowohl die Studierendenmobilität als auch Alumni-Arbeit und stiftet Deutschlandstipendien. Das Engagement des Unternehmens richtet sich nach den eigenen Schwerpunkten, vor allem aber nach den Wünschen der Partneruniversität.
 

Die Global Area Santander Universities ist die Nummer eins, wenn es um die private Förderung von höherer Bildung geht. "In den 25 Jahren unseres Bestehens haben wir rund 630.000 Stipendien weltweit vergeben, wir arbeiten mit über 1.000 Universitäten zusammen und haben insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro investiert", zählt Alberto Dörr auf. "Das sind riesige Zahlen mit großer Aussagekraft", bekräftigt der Leiter von Santander Universitäten Deutschland. "Wer so viel gibt, möchte normalerweise etwas zurückbekommen. Doch bei uns ist das anders: Wir möchten etwas zurückgeben. Das war von Beginn an klar."

Im Jahr 2019 vereinbarten Santander und die JGU eine umfassende Kooperation. Nun ist Dörr gemeinsam mit seiner Kollegin Jennifer Senger auf Stippvisite in Mainz. Der enge Kontakt mit den Partnern liegt beiden am Herzen. "Wir haben zwar eine grundlegende Strategie, aber arbeiten sehr individuell und schauen gemeinsam mit der jeweiligen Universität, an welchen Punkten wir helfen, wo wir einen Mehrwert bieten können. Die konkreten Projekte organisiert dann die Hochschule selbst", erklärt Senger, die sich als University Relationship Manager seit Beginn des Jahres auch um die Verbindungen mit der JGU kümmert.

"Mainz ist eine tolle Adresse"

"Der Mainzer Campus gefällt mir sehr", meint Dörr. "Es ist schön hier, es gibt so viel Grün und so viel Platz. Mainz ist eine tolle Adresse. Die Universität hat großes Potenzial und auch für die Studierenden bietet dieser Standort gute Chancen – allein schon dadurch, dass die Lebenshaltungskosten hier entschieden niedriger sind als in einer Metropole wie Frankfurt oder Berlin."

Die Verantwortlichen von Santander Universitäten wählen sorgfältig aus, mit wem sie kooperieren. In den USA zählen prominente Hochschulen wie das MIT zu den Partnern. "Wir sind in 15 Ländern tätig, aber erreichen über unsere Plattformen auch weitere Länder. Wir haben festgestellt, dass es überall Menschen gibt, die unsere Hilfe gut gebrauchen können."

"Viele denken beim ersten Kontakt, wir wären eine Stiftung", meint Dörr. "Tatsächlich sind wir ein fester Teil der Bank. Wir sind voll integriert und involviert. 1996 wurde im Headquarter von Banco Santander beschlossen, dass höhere Bildung das Beste ist, worin wir investieren und der Gesellschaft damit etwas zurückgeben können." Wieder fallen Dörr große Zahlen ein: "Allein im vergangenen Jahr haben wir weltweit 160.000 Stipendien vergeben."

An der JGU wurden bislang vier Projekte entwickelt, die nun mithilfe von Santander Universitäten Deutschland umgesetzt werden: "Zuerst einmal haben wir geplant, vier Hubs einzurichten", erzählt Senger. "Das sind spezielle Anlaufstellen an Partneruniversitäten im Ausland." In Glasgow und in Valencia entstanden bereits solche Hubs. Ein weiterer in Aberdeen ist im Aufbau. "Der vierte wird folgen, auch wenn sich das durch Corona verzögert hat."

Santander Scholarships

Internationalität ist ein großes Thema für Santander Universitäten. Alle fünf Jahre etwa werden die Leitungen aller mit der Bank kooperierenden Hochschulen zu einer großen Rektorenkonferenz eingeladen. "Auch Größen aus der Politik sind dabei", erzählt Dörr. "Es ist die größte Veranstaltung dieser Art überhaupt. Damit leisten wir einen Beitrag zur Vernetzung der Bildung weltweit." 2023 ist es wieder soweit: Das Treffen findet diesmal in Valencia statt.

"Ab kommendem Jahr möchten wir zudem ERASMUS-Studierende aus Spanien, Deutschland, Polen und Portugal finanziell fördern", kündigt Dörr an. "Wir werden dieses Programm mit Unterstützung der EU starten. Die internationale Mobilität ist uns wichtig." Auch an der JGU: "Wir unterstützen Short-Stay-Stipendien, die es Studierenden zum Beispiel ermöglichen, für zwei oder vier Wochen an einer Summer School teilzunehmen. Dieses Angebot zielt in zwei Richtungen: Es wendet sich sowohl an ausländische Studierende, die nach Mainz kommen, als auch an Mainzer Studierende, die ins Ausland gehen möchten."

"Der dritte Bereich, den wir fördern, ist die internationale Alumni-Arbeit", fährt Senger fort. "Hier kommt die Online-Plattform Santander Scholarships ins Spiel, die mittlerweile von fast vier Millionen Menschen weltweit besucht wird. Mit ihr stellen wir ein riesiges, sehr weitreichendes Netzwerk zur Verfügung, das zur Ansprache von Alumni sehr hilfreich sein kann. Über unsere Plattform kann die JGU die Stipendienprogramme veröffentlichen. Die Sichtbarkeit wir dadurch deutlich erhöht." Auch für aktuell Studierende kann Santander Scholarships als Tor zur Welt wirken, egal, ob sie sich über Stipendien informieren oder innerhalb der Programme Kontakte knüpfen möchten.

Die Plattform bietet vieles: So entstehen in Zusammenarbeit mit hochkarätigen Universitäten ständig neue, kostenfreie Seminare für Studierende, die hier zu belegen sind. "Wir decken drei Schlüsselbereiche ab, unsere Triple-E: Education, Entrepreneurship und Employability", erklärt Dörr. Sprachkurse stehen genauso auf dem Programm wie Veranstaltungen zur Gründung eines eigenen Unternehmens oder zur Nachhaltigkeit. "Besonders unsere Englischkurse sind sehr nachgefragt."

Familiärer Austausch gehört dazu

Zehn Deutschlandstipendien stellen die vierte Säule des Engagements von Santander Universitäten an der JGU dar. Die Idee ist bestechend einfach: Pro Stipendium werden 1.800 Euro gespendet, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) legt nochmal 1.800 Euro drauf. Die Empfängerinnen und Empfänger bekommen dann ein Jahr lang Monat für Monat 300 Euro. "Viele Förderer wünschen sich für dieses Stipendium Studierende aus einer bestimmten Fachrichtung, die zu ihrem Unternehmen passen, etwa aus dem Bereich Jura oder BWL", weiß Senger zu berichten. "Für uns ist die Fachrichtung weniger wichtig als Kriterien wie das soziale Engagement oder der soziale Hintergrund. Und auch hier gilt, dass wir keine Gegenleistung erwarten, aber uns über Kontakt zu den Geförderten freuen. Das ist die richtige Form der Unterstützung."

Später am Tag wird Senger sich noch mit Stipendiatinnen und Stipendiaten treffen. "Ich habe sie zum Pizza-Essen eingeladen. Ich treffe sie regelmäßig, denn für uns gehört ein familiärer Austausch dazu. Wir helfen den Studierenden, sich zu vernetzen, auch über ihre Universität und ihr Land hinaus. Vielleicht braucht ja jemand gerade für seine Hausarbeit Hilfe und jemand anderes in der Welt arbeitet ebenfalls zu dem Thema ..."

"Unsere Kooperationen sind langfristig angesetzt, das heißt, unsere Rahmenverträge werden auf unbestimmte Zeit geschlossen", unterstreicht Dörr abschließend. "Die einzelnen Projektverträge sind jedoch zeitlich begrenzt, um neue Strategien und aktuelle Entwicklungen der Hochschulen berücksichtigen zu können. Wir fragen dann nach: Wo können wir helfen? Im Austausch mit Präsidentinnen und Präsidenten sowie Rektorinnen und Rektoren arbeiten wir gemeinsam etwas Passendes aus." Mit Blick auf die Kunden von Santander meint Dörr: "Sie sehen, dass wir in Bildung investieren, und freuen sich darüber. Wir sind stolz darauf, wenn wir für unser Engagement geschätzt werden."