WISSEN & FORSCHEN
HOCHSCHULE FÜR MUSIKKlänge der Welt im Ohr
Die Welt ist voller Klänge. Manche sind ganz gewöhnlich und alltäglich, andere haben eine bestimmte Bedeutung. In einer neuen Podcast-Reihe macht die Hochschule für Musik Mainz das Auditive zum Ausgangspunkt einer Reise durch Räume, Zeiten und Kulturen. In Gesprächen mit Fachleuten befassen sich Klangforscher Prof. Peter Kiefer und Journalist Christian Conradi mit Glocken in Dom und Tempel, mit forensischen Tonspuren und der Frage, wie künstlich erzeugte Stimmen unsere Wahrnehmung verändern.
EXZELLENZCLUSTER PRISMAVom Hörsaal ins ewige Eis
Wenn Lea Schlickmann gefragt wird, wo sie schon überall gearbeitet hat, dann sticht eine Antwort ganz besonders heraus: am Neutrino-Observatorium IceCube am Südpol. Die Mainzer Physik-Doktorandin hat vor wenigen Wochen das aktuelle IceCube-Upgrade in der antarktischen Eiswüste mit vorbereitet und unter anderem neue Module getestet, die mittlerweile ins kilometerdicke Eis nahe der Amundsen-Scott-Südpolstation eingelassen wurden.
ALTERTUMSWISSENSCHAFTENSchriftzeichen in Wachs – oder der Zahn der Zeit
Vor einem Jahr musste Prof. Dr. Markus Scholz, Provinzialrömischer Archäologe und Inschriftenexperte an der Goethe-Universität Frankfurt, viele Medienanfragen beantworten: Die Entzifferung der „Frankfurter Silberinschrift“ durch ihn und sein Team stieß weltweit auf riesiges Interesse. Damit war der Beweis erbracht, dass Menschen nördlich der Alpen schon im 3. Jahrhundert an Jesus Christus glaubten. Jetzt kam Scholz' wissenschaftliche Ausdauer und Expertise einer weiteren Entzifferung zugute: Gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Blänsdorf, Emeritus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, konnte er Schrift identifizieren, die sich auf den hölzernen Überresten römischer Wachstäfelchen – gefunden im belgischen Tongeren – erhalten hatte.
GEOWISSENSCHAFTENEine Leidenschaft für Bohrkerne und die Zukunft des ELSA-Projekts
Das Bohrkernarchiv ELSA ist eine einzigartige Dokumentation des mitteleuropäischen Klimas in den vergangenen 130.000 Jahren. Und ganz nebenbei liefert es auch Erkenntnisse für viele andere Forschungsfragen und Disziplinen. So sind in den vergangenen 25 Jahren drei Bücher, rund 50 studentische Abschlussarbeiten und Dissertationen sowie gut 60 wissenschaftliche Paper aus den Funden und Befunden des Eifel Laminated Sediment Archive hervorgegangen und noch immer sind viele spannende Fragen offen. Weitere Bohrungen sind deshalb enorm wichtig – auch wenn Prof. Dr. Frank Sirocko, der das ELSA-Archiv aufgebaut und über viele Jahre hinweg kontinuierlich ausgebaut hat, in absehbarer Zeit in den wohlverdienten Ruhestand geht.
LIFE SCIENCESDie große Wirkung kleiner Zellfortsätze
Winzige Fortsätze von Zellen in unserem Körper können über Gesundheit oder genetische Erkrankung entscheiden. Genau zu diesen haarähnlichen Zellfortsätzen forscht die Mainzer Zellbiologin und Zilien-Expertin Helen May-Simera. Sie nimmt die große Wirkung kleiner Strukturen in den Blick – und verbindet dabei molekulare Grundlagenforschung mit klinischer Relevanz, Patientenkontakt und internationaler Lehre.
KÜNSTLICHE INTELLIGENZMensch, Roboter!
Roboter werden künftig eine immer wichtigere Rolle in unserem Alltag spielen. An der Johannes Gutenberg-Universität Main (JGU) forschen Prof. Dr. Johannes Kraus und sein Team zur Interaktion zwischen Menschen und autonomen Maschinen – um Strategien für ein gutes und harmonisches Miteinander zu entwickeln.
PHYSIKALISCHE CHEMIEMit Polymeren und natürlichen Temperaturschwankungen zu sauberem Trinkwasser
Frischwasser ohne Einsatz konventioneller Entsalzungsanlagen aus dem Meer gewinnen? Für diese wichtige Anwendung hat die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Sebastian Seiffert am Department Chemie der JGU eine vielversprechende Lösung entwickelt. HydroDeSal nutzt dazu ein auf Temperaturunterschiede reagierendes Hydrogel: Es entzieht dem Meer in der kühlen Nacht sauberes Wasser und gibt es am warmen Tag wieder ab. Jetzt soll die Anwendung in den Markt überführt werden.
MOLEKULARE BIOLOGIERettungspläne für die Retina
Es sind winzige Fehler mit schwersten Folgen: Beim Usher-Syndrom führen Genmutationen in den Zellen dazu, dass ein Mensch Gehör und Augenlicht verliert. Der Mainzer Zellbiologe Prof. Dr. Uwe Wolfrum erforscht die molekularen Hintergründe der seltenen Erbkrankheit – unterstützt von Stiftungen und nicht zuletzt von Betroffenen selbst.
MAINZER WISSENSCHAFTSMARKT"Die MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ – wie ein großes Sinfonieorchester"
Der Wissenschaftsmarkt auf dem Gutenbergplatz in der Innenstadt ist das wohl bekannteste Format der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ (MWA) – neben vielen anderen Aktionen und Veranstaltungen, in denen die interessierte Stadtgesellschaft aktuelle Forschung erleben kann. Darüber hinaus wirkt die MWA als Netzwerk in Stadt und Region sowie in der Nachwuchsförderung. Im Interview sprechen die beiden Vorsitzenden, Prof. Dr. Michael Maskos und Prof. Dr. Stefan Müller-Stach, über die Entwicklung der Allianz und aktuelle Herausforderungen.
RHEIN-MAIN-UNIVERSITÄTENWissen für alle zugänglich machen
Das deutsche Open Science Festival geht in die dritte Runde und findet am 17. und 18. September 2024 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Das Festival auf dem Gutenberg-Campus bietet Gelegenheit, die Vielfalt und Bedeutung von Open Science zu entdecken und zu erleben.
